Kanäle, die Tickets verkaufen
Eventseite, Newsletter, Social Media, Partner und die eigene Website: welcher Kanal was leistet, was rechtlich gilt und wie du misst, was verkauft.
Aktualisiert 7. Oktober 2026
Überblick
Likes verkaufen keine Tickets, Links schon. Dieser Leitfaden geht die Kanäle durch, über die Events in Österreich ihre Tickets verkaufen, und zeigt, wie du für jeden Kanal siehst, was er bringt. Die Reihenfolge ist Absicht: Die ersten Kanäle kosten dich nichts außer Zeit.
Ein Link für alles
Jedes Event hat eine öffentliche Eventseite, auf der Gäste Tickets kaufen. Das ist der Link, den du überall teilst: in der Bio, im Newsletter, auf dem Plakat als QR-Code. Schick niemanden auf einen Umweg über eine andere Seite, jeder Klick dazwischen kostet Käufe.
Newsletter
Der Newsletter erreicht die Menschen, die schon einmal bei dir waren, und die kaufen am ehesten wieder.
Für Werbung per E-Mail oder SMS brauchst du in Österreich die vorherige Einwilligung der Empfänger:innen (§ 174 Abs. 3 TKG 2021). Die Ausnahme für eigene Kund:innen in § 174 Abs. 4 ist eng: Du hast die Adresse bei einem Verkauf bekommen, du bewirbst eigene ähnliche Angebote, die Person konnte das beim Erheben der Adresse und kann es bei jeder Nachricht kostenlos ablehnen, und sie hat es nicht vorher abgelehnt, etwa über die ECG-Liste der RTR. Alle vier Bedingungen müssen zusammen erfüllt sein. Am klarsten ist die Einwilligung. Gekaufte oder zusammenkopierte Adresslisten schreibst du nicht an.
Social Media
- Eigene Posts und Stories tragen die Ankündigungen. Plan sie nach dem Zeitplan für deinen Event-Launch, nicht spontan.
- Die Artists erreichen oft mehr Leute als du. Gib ihnen Bild, Text und ihren eigenen Link, dann teilen sie eher.
- Bezahlte Anzeigen lohnen sich meist erst, wenn die eigenen Kanäle laufen. Setz ein Budget pro Woche und miss die Käufe, nicht die Reichweite.
Bezahlst du jemanden für einen Post, muss erkennbar sein, dass es Werbung ist. Redaktionell aufgemachte Inhalte, für die du bezahlt hast, ohne dass das klar hervorgeht, sind immer unlauter (Anhang Z 11 zum UWG). In periodischen Medien verlangt § 26 MedienG für bezahlte Beiträge die Kennzeichnung als „Anzeige“, „entgeltliche Einschaltung“ oder „Werbung“. Nutze die Markierung der Plattform für bezahlte Partnerschaften und schreib es im Zweifel dazu.
Partner und Artists
Befreundete Kollektive, die Location, Vereine und die Artists haben ihr eigenes Publikum. Gib jedem Partner einen eigenen Link, und wenn du ihm etwas anbieten willst, einen eigenen Code. So siehst du, wer wie viel verkauft hat, und kannst das beim nächsten Event berücksichtigen.
Die eigene Website
Hast du eine Website, bau den Ticketverkauf dort ein, statt nur zu verlinken. Gäste kaufen dann, ohne die Seite zu wechseln.
Vor Ort und lokal
- Veranstaltungskalender von Stadtmagazinen, Gemeinden und Szene-Plattformen sind kostenlos und werden gelesen. Trag dein Event früh ein.
- Plakate und Flyer wirken vor allem lokal. Ein QR-Code führt direkt auf die Eventseite. Frag vorher, wo du plakatieren darfst.
- Die Location hat ihre eigenen Kanäle: Programmheft, Website, Aushang.
Messen, was verkauft
Schau nach jeder Welle nach, woher die Käufe kamen. Ein Kanal, der viele Klicks bringt, aber kaum Käufe, bekommt beim nächsten Event weniger Zeit. Vergleiche die Kanäle über Käufe, nicht über Reichweite.
Mit Gathermatter
- Codes als Link: Hängst du einen Code als
?code=an die Eventseite, ist er beim Öffnen schon aktiv. Codes geben Rabatt oder schalten versteckte Tickets frei. Siehe Erste Tickets verkaufen. - Artist-Codes: Jeder gebuchte Artist bekommt einen Rabattcode für Freunde. Den Freundesliste-Rabatt legst du einmal für alle Artist-Codes des Events fest. Siehe Programm planen und Artists buchen.
- Newsletter: Käufer:innen können beim Checkout dem Newsletter zustimmen, die Einwilligung wird mit Datum gespeichert.
- Einbettung: Den Ticket-Shop für deine Website holst du dir im Event unter Verkaufen › Ticketshop einbetten oder unter Einstellungen › Einbettungen. Einbettungen gibt es mit Pro.